Wirtschaftsverein bezieht Position gegen rechtsextreme "Remigrations"-Pläne

Harburg. Am vergangenen Montag traf sich der Der Wirtschaftsverein e.V. zu seiner ersten Veranstaltung im neuen Jahr. Im Privathotel Lindtner in Heimfeld sollte es um eine Rückschau auf das Börsenjahr 2023 und einen Ausblick auf das kommende Jahr gehen. Geladen war dafür als Referent Prof. Dr. Stefan May, Leiter Anlagestrategie und Produktentwicklung, Quirin Privatbank.

 

Wirtschaftsverein klar gegen „Remigrations“-Pläne


Die wichtigste Botschaft des Jahres hatte aber die Vorsitzende des Wirtschaftsvereins mit dabei: Franziska Wedemann nahm in ihrer Begrüßung Stellung zu den aktuellen Kundgebungen gegen die publik gewordenen „Remigration“-Pläne von Rechtsextremen. „Wirtschaft und Gesellschaft haben in eindrucksvoller Art und Weise darauf reagiert“, sagte Wedemann.

 

Da zeige sich, dass es in Deutschland eine handlungsfähige und meinungsstarke Zivilgesellschaft gebe. Deshalb habe sich der Wirtschaftsverein dem Aufruf für die Kundgebung am heutigen Samstag in der Harburger Innenstadt angeschlossen. „Wir unterstützen als Wirtschaft eine offene tolerante Wirtschaft und Gesellschaft“, so Wedemann. Dann habe die AfD keine Chance bei den Wahlen.

 

Im Anschluss sprach Prof. Dr. Stefan May zu den rund 80 Gästen – und hinterließ diese etwas ratlos. Denn Kern seiner „Prognose“ für 2024 war, dass man beim Aktienmarkt keine Prognose abgeben könne. „Deshalb sind wir global und gestreut unterwegs.“

 

Heinrich Wilke von der IMENTAS Immobilienpartner GmbH brachte es in seiner Frage auf den Punkt. Ob er es jetzt richtig verstanden habe, dass man ihn, Prof. Dr. Stefan May, und die Qurin Privatbank eigentlich gar nicht brauche. Dem konnte Ma nicht wirklich widersprechen. Vielleicht, so einige Gäste, wäre dann der einzige Unterscheid, dass man mit 6 Milliarden Euro im Rücken besser streuen könne als mit vielleicht 100.000 Euro.